Eine junge Person guckt durch ein Mikroskop

Die Thiemann Fellowship:
»Preiswürdig: Die zukunftsweisenden Erkenntnisse der Forscher helfen, den Parkinson zu besiegen.«

Thiemann Fellowship

Die Thiemann-Stiftung wurde 2013 zur Förderung vielversprechender junger Neurologen auf dem Gebiet des Morbus Parkinson gegründet, um die Erforschung dieser Erkrankung in den Fokus zu rücken, die „im Hinblick auf die zunehmend älter werdende Gesellschaft eine der größten medizinischen Herausforderungen der Zukunft bedeutet“, so Professor Martin Südmeyer, Vorsitzender der Stiftung und Chefarzt der Neurologie am Ernst-von-Bergmann-Klinikum, Potsdam. Das Stipendium der Thiemann-Stiftung, die sogenannte „Thiemann-Fellowship“, will insofern eine Lücke bei der Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen schließen, und wird seit 2015 alljährlich verliehen.

Inzwischen kann die Stiftung auf eine Reihe hochqualifizierter Preisträger bzw. auf interessante Forschungsprojekte und aufschlußreiche Publikationen blicken und wird diese besondere Förderung auch zukünftig fortsetzen: Mit 60.000 Euro vergleichsweise hochdotiert, sollen dabei herausragende Nachwuchswissenschaftler (unter 40 Jahren) gefördert werden, um an einem spezialisierten klinischen Zentrum im In- oder Ausland ihre Forschungsansätze erweitern zu können. Damit stellt die Thiemann-Fellowship den „größten aus privatem Vermögen gestifteten Forschungspreis auf dem Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen“ dar, wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) anerkennt.

Thiemann Fellowship 2020

Portrait von Dr. med. Carina Oehrn

Dr. med. Carina Oehrn

Kontakt Heimatinstitut
Dr. med. Carina Oehrn
AG Kognitive Neurophysiologie
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg
Baldingerstrasse
35043 Marburg
Tel.: +49 6421 58 66276
carina.oehrn@staff.uni-marburg.de
www.systemsneuroscience.de
Twitter: @CarinaOehrn

Wo wird die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
Philip Starr, M.D., Ph.D.
Professor, Neurological Surgery
University of California, San Francisco
505 Parnassus Ave, Moffitt
San Francisco CA 94117
USA

Thiemann Fellowship 2020

Portrait von Diana Fernandes Lazaro, Ph.D. in Neuroscience

Diana Fernandes Lazaro, Ph.D. in Neuroscience

Kontakt Heimatinstitut
Diana Lazaro
Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Neurologie
Carl-Neuberg-Strasse 1
30625 Hannover
www.mhh.de/neurologie/kontakt
Fernandeslazaro.diana@mh-hannover.de

Wo wird die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
John Q. Trojanowski, M.D., Ph.D.
Virginia M.-Y. Lee, Ph.D., MBA
Perelman School of Medicine
University of Pennsylvania
Center of Neurodegenerative Disease Research
Institute on Aging
3600 Spruce Street
Philadelphia, PA 19104-2676
USA

Thiemann Fellowship 2019

Portrait von Dr. rer. nat. Jan Hirschmann

Dr. rer. nat. Jan Hirschmann

Kontakt Heimatinstitut
Jan Hirschmann
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Klinische Neurowissenschaften und Medizinische Psychologie
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
Jan.Hirschmann@med.uni-duesseldorf.de

Wo wurde die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
Forschungszentrum Jülich, INM-7

Kurze Beschreibung des wissenschaftlichen Forschungsprojektes und ggf. dessen Erkenntnisse
Ziel des Projekts ist es, die Hirnaktivität während der freien Wahl zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten darzustellen, sowohl bei Parkinson-Patienten als auch bei gesunden Probanden. Um eine hohe zeitliche und eine hohe räumliche Auflösung zu erreichen, werden Daten aus der Magnetenzephalographie (MEG) und aus der funktionellen Resonanztomographie kombiniert (fMRT). Das Projekt kann zeigen, wann welche Hirnareale bei der Handlungsselektion aktiv werden, und ob die Parkinson-Erkrankung diese Prozesse verändert.

Welche Bedeutung hat die Thiemann-Fellowship für meinen persönlichen Werdegang?
Das Thiemann-Fellowship ermöglicht mir einen Einstieg in ein neues Forschungsfeld (Entscheidungsfindung) und eine neue Methodik (fMRT). Zudem ist es eine viel beachtete Auszeichnung, die dabei helfen kann, weitere Unterstützung und Kooperationspartner zu finden.

Aufstellung aller Publikationen, in denen die Stiftung genannt wird
Bisher noch keine (Fellowship läuft noch)

Kurzes Statement zur Besonderheit des Thiemann-Fellowships und warum ich es anderen empfehlen würde
Durch die öffentliche Verleihung bei der DGKN und durch die Auswahl eines einzigen Stipendiaten bzw. einer einzigen Stipendiatin pro Jahr erzeugt das Fellowship eine große Resonanz. Man lernt mitunter sehr interessante Leute kennen. Außerdem ist der bürokratische Aufwand sehr viel geringer als bei vielen anderen Geldgebern. Absolut empfehlenswert!

Thiemann Fellowship 2018

Portrait von Priv.-Doz. Dr. med. Franziska Hopfner

Priv.-Doz. Dr. med. Franziska Hopfner

Kontakt Heimatinstitut
Medizinische Hochschule Hannover
Klinik für Neurologie
Carl-Neuberg-Str. 1,
30625 Hannover,
Deutschland

Wo wurde die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
Nuffield Department of Clinical Neurosciences, University of Oxford, John Radcliffe Hospital, Oxford, UK.

Kurze Beschreibung des wissenschaftlichen Forschungsprojektes und ggf. dessen Erkenntnisse
Im Rahmen des Forschungsvorhabens untersuchte ich die Bedeutung extrazellulärer Vesikeln (Exosomen) als Biomarker von Parkinsonsyndromen (Parkinson-Krankheit und atypische Parkinsonsyndrome).

In meinen Arbeiten konnte ich zwei wichtige Erkenntnisse zur Aufklärung molekularer Mechanismen bei der Parkinson-Krankheit gewinnen.

Zum einen konnte ich zeigen, dass eine erhöhte Menge des Proteins alpha-Synuclein (gemessen in neuronalen Exosomen aus Blutserum von Patienten) der Diagnosestellung der Parkinson-Krankheit und dem Auftreten motorischer Symptome zeitlich deutlich vorausgeht. Des Weitern konnte ich zeigen, dass eine Abgrenzung der Parkinson-Krankheit zu anderen Parkinson Syndromen anhand molekularer, exosomaler Marker möglich ist.

Diese Befunde sind hochrelevant für die weitere molekularbiologische Entschlüsselung der Parkinson-Krankheit sowie zur Entwicklung sensitiver und spezifischer Biomarker zum molekularbiologisch-pathologischen Nachweis der Erkrankung.

Welche Bedeutung hat die Thiemann-Fellowship für meinen persönlichen Werdegang?
In den letzten Jahren sind in der Molekularbiologie/Genetik unter Einbeziehung der klinischen Wissenschaft große Fortschritte in der Methodik und Nachweissensitivität erzielt worden. Es müssen zahlreiche, z.T. überlappende Prozesse koordiniert und in ständigem intensivem Austausch ablaufen, um ein medizinisch aussagekräftiges Ergebnis unter Berücksichtigung klinischer/biologischer Parameter zu erhalten.

Die Thiemann-Fellowship ermöglichte mir die erfolgreiche Durchführung eines umfangreichen translationalen Projektes in dem ich methodenreiche Laborarbeit unter Integration klinischer Daten umsetzen konnte. Die Durchführung des Projektvorhabens wäre ohne klinische Freistellung kaum möglich gewesen.

Neben der Erweiterung meines molekularbiologischen Methodenspektrums und der unmittelbaren Anwendbarkeit der Ergebnisse in der Klinik beeinflusst die internationale Teamerfahrung mein Denken mein Handeln nachhaltig.

Aufstellung aller Publikationen, in denen die Stiftung genannt wird
1. Hopfner F, Mueller SH, Szymczak S, Junge O, Tittmann L, May S, Lohmann K, Grallert H, Lieb W, Strauch K, Müller-Nurasyid M, Berger K, Schormair B, Winkelmann J, Mollenhauer B, Trenkwalder C, Maetzler W, Berg D, Kasten M, Klein C, Höglinger GU, Gasser T, Deuschl G, Franke A, Krawczak M, Dempfle A, Kuhlenbäumer G. Private variants in PRKN are associated with late-onset Parkinson’s disease. Parkinsonism Relat Disord. 2020 Jun;75:24-26..

2. Jiang C, Hopfner F, Katsikoudi A, Hein R, Catli C, Evetts S, Huang Y, Wang H, Ryder JW, Kuhlenbaeumer G, Deuschl G, Padovani A, Berg D, Borroni B, Hu MT, Davis JJ, Tofaris GK. Serum neuronal exosomes predict and differentiate Parkinson’s disease from atypical parkinsonism. J Neurol Neurosurg Psychiatry. 2020 Jul;91(7):720-7296

3. Hopfner F, Mueller SH, Szymczak S, Junge O, Tittmann L, May S, Lohmann K, Grallert H, Lieb W, Strauch K, Müller-Nurasyid M, Berger K, Schormair B, Winkelmann J, Mollenhauer B, Trenkwalder C, Maetzler W, Berg D, Kasten M, Klein C, Höglinger GU, Gasser T, Deuschl G, Franke A, Krawczak M, Dempfle A, Kuhlenbäumer G. Rare Variants in Specific Lysosomal Genes Are Associated With Parkinson’s Disease. Mov Disord. 2020 Jul;35(7):1245-1248.

4. Liao C, Sarayloo F, Rochefort D, Houle G, Akçimen F, He Q, Laporte AD, Spiegelman D, Poewe W, Berg D, Müller S, Hopfner F, Deuschl G, Kuhlenbäeumer G, Rajput A, Dion PA, Rouleau GA. Multiomics Analyses Identify Genes and Pathways Relevant to Essential Tremor. Mov Disord. 2020 Jul;35(7):1153-1162.

5. Hopfner F, Höglinger GU, Kuhlenbäumer G, Pottegård A, Wod M, Christensen K, Tanner CM, Deuschl G. β-adrenoreceptors and the risk of Parkinson’s disease. Lancet Neurol. 2020 Mar;19(3):247-254. 9

6. Hopfner F, Hobert MA, Maetzler C, Hansen C, Pham MH, Moreau C, Berg D, Devos D, Maetzler W; Fair-Park II study group. Mobility Deficits Assessed With Mobile Technology: What Can We Learn From Brain Iron-Altered Animal Models? Front Neurol. 2019 Aug 8;10:833.

7. Rösler TW, Tayaranian Marvian A, Brendel M, Nykänen NP, Höllerhage M, Schwarz SC, Hopfner F, Koeglsperger T, Respondek G, Schweyer K, Levin J, Villemagne VL, Barthel H, Sabri O, Müller U, Meissner WG, Kovacs GG, Höglinger GU. Four-repeat tauopathies. Prog Neurobiol. 2019 Sep;180:101644.

8. Hopfner F, Wod M, Höglinger GU, Blaabjerg M, Rösler TW, Kuhlenbäumer G, Christensen K, Deuschl G, Pottegård A. Use of β2-adrenoreceptor agonist and antagonist drugs and risk of Parkinson disease. Neurology. 2019 Jul 9;93(2):e135-e142.

9. Hopfner F, Müller SH, Steppat D, Miller J, Schmidt N, Wandinger KP, Leypoldt F, Berg D, Franke A, Lieb W, Tittmann L, Balzer-Geldsetzer M, Baudrexel S, Dodel R, Hilker-Roggendorf R, Kalbe E, Kassubek J, Klockgether T, Liepelt-Scarfone I, Mollenhauer B, Neuser P, Reetz K, Riedel O, Schulte C, Schulz JB, Spottke A, Storch A, Trenkwalder C, Wittchen HU, Witt K, Wüllner U, Deuschl G, Kuhlenbäumer G. No association between Parkinson disease and autoantibodies against NMDA-type glutamate receptors. Transl Neurodegener. 2019 Apr 3;8:11

10. Yilmaz R, Hopfner F, van Eimeren T, Berg D. Biomarkers of Parkinson’s disease: 20 years later. J Neural Transm (Vienna). 2019 Jul;126(7):803-813. doi: 10.1007/s00702-019-02001-3. Epub 2019 Apr 4. PMID: 30949837 Review. 17

11. Zeuner KE, Schäffer E, Hopfner F, Brüggemann N, Berg D. Progress of Pharmacological Approaches in Parkinson’s Disease. Clin Pharmacol Ther. 2019 May;105(5):1106-1120.

Kurzes Statement zur Besonderheit des Thiemann-Fellowships und warum ich es anderen empfehlen würde
Das Thiemann-Fellowships eröffnet eine einzigartige Möglichkeit sich in voller Tiefe auf ein Forschungsvorhaben einzulassen und relevante Fragestellungen mit dem höchsten akademischen Anspruch zu beantworten.

Thiemann Fellowship 2017

Portrait von Dr. med. Laura de Boni

Dr. med. Laura de Boni

Kontakt Heimatinstitut
Department of Neurology
University Hospital Bonn
Venusberg Campus 1
53127 Bonn
Germany

Wo wurde die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
Ann Romney Center for Neurologic Diseases
Harvard Medical School
Brigham and Women’s Hospital
60 Fenwood Road
Boston, Massachusetts 02115
USA

Dementia Research Institute
University College London
Cruciform Building
90 Gower Street
London WC1E 6BT
UK

Kurze Beschreibung des wissenschaftlichen Forschungsprojektes und ggf. dessen Erkenntnisse
The α-synuclein (αSYN) protein is encoded by the SNCA gene and is thought to be a driver in the pathogenic mechanism of the two neurodegenerative diseases: Parkinson’s disease (PD) and Dementia with Lewy bodies (DLB). What underlies the differences in region specific dysfunction in both diseases is still unclear. The αSYN protein exists in different physiological conformations: the cytosolic, active but susceptible (aggregation-prone) monomer (αSYNCS), and higher-order, cytosolic protective (aggregations-resistant) multimers (αSYNCP). It has been shown that SNCA mutations associated with familial PD destabilise the equilibrium of αSYNCS/ αSYNCP and that a relative increase of the aggregation-prone monomer is causal for the neurodegeneration in model systems. We characterized the balance and levels of αSYNCS and αSYNCP in post-mortem native human brain tissue from sporadic PD and DLB patients in different brain regions according to the spreading theory of αSYN and classical Braak staging system. We show that the equilibrium of αSYNCS/ αSYNCP is destabilized in sporadic PD and DLB patients resulting in brain region-specific alterations according to the spread of Lewy body pathology. Hence, implying the αSYNCS/ αSYNCP equilibrium as a determining factor of temporal and spatial disease progression. Moreover, demented PD and DLB patients exhibited a specific decrease of the αSYNCS/ αSYNCP equilibrium in neocortical regions, indicating that the region specific decrease is important for the dementia component of synculeinopathies. Thus, our data suggest an association of αSYNCS/ αSYNCP destabilization in sporadic synucleinopathies related to the spreading of αSYN pathology and subsequently different (clinical) manifestations of neurodegeneration.

Welche Bedeutung hat die Thiemann-Fellowship für meinen persönlichen Werdegang?
According to the principle of the UK DRI @ UCL: “thirsty for knowledge”, the Thiemann
-Fellowship enabled me to
1. conduct research at internationally renowned research institutes
2. expand and deepen my scientific knowledge
3. challenge myself and strive daily in new and very competitive scientific environments
4. think outside the box and take scientific risks to reap reward
5. work at pace, being able to entirely focus on research to catalyse discoveries
6. share ideas, skills and tools in an extraordinary, fruitful but also challenging scientific community
7. obtain new scientific skills and knowledge in research to pursue an academic career
8. build new connections, personal and professional contacts with researches globally

Aufstellung aller Publikationen, in denen die Stiftung genannt wird
de Boni, L., Wüllner, U. Epigenetic analysis in human neurons: considerations for disease modeling in PD. Front Neurosci. 2019 Apr 5;13:276. doi: 10.3389/fnins.2019.00276. eCollection 2019.

Kurzes Statement zur Besonderheit des Thiemann-Fellowships und warum ich es anderen empfehlen würde
The Thiemann Fellowship is calling the curious, those hungry for knowledge by supporting them and providing resources to follow their curiosity as they experiment, investigate, and explore. With open eyes and an open mind, discover the secrets of neurodegenerative diseases!

 

Thiemann Fellowship 2016

Portrait von Dr. med. Haidar Dafsari

Dr. med. Haidar Dafsari

Kontakt Heimatinstitut
Klinik für Neurologie, Uniklinik Köln (Direktor: Prof. Dr. Gereon R. Fink)

Wo wurde die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
National Parkinson Foundation Centre of Excellence, King’s College Hospital, London (Director: Prof. K. Ray Chaudhuri)

Kurze Beschreibung des wissenschaftlichen Forschungsprojektes und ggf. dessen Erkenntnisse
Das geförderte Forschungsprojekt widmete sich der Differentialtherapie nicht-motorischer Symptome mit der Tiefen Hirnstimulation, der Apomorphin- und intrajejunalen Levodopa-Infusionstherapie beim fortgeschrittenen M. Parkinson. Unter anderem haben wir erstmals eine direkte „head-to-head“ Vergleichsstudie für diese drei invasiven Therapieoptionen durchgeführt und die Wirkprofile auf die Lebensqualität, motorischen und nicht-motorischen Symptome des M. Parkinson beschrieben. Außerdem haben wir beispielsweise „Sweetspots“ identifiziert, bei denen die Tiefe Hirnstimulation zu besonders guten Effekten auf nicht-motorische Symptome, wie z.B. Schlaf/Fatigue, Aufmerksamkeit/Gedächtnis und Stimmung/Apathie führt.

Welche Bedeutung hat die Thiemann-Fellowship für meinen persönlichen Werdegang?
Die Unterstützung durch das Thiemann-Fellowship hat es mir ermöglicht mich für 12 Monate voll und ganz auf meine Forschung zu konzentrieren. Die Publikationen, die in dieser Zeit entstanden sind, haben es mir ermöglicht, zu habilitieren. Das war ein entscheidender Schritt für die wissenschaftlichen Eigenständigkeit. Insofern bin ich sehr dankbar für das Thiemann-Fellowship, weil es mir Perspektiven eröffnet hat.

Aufstellung aller Publikationen, in denen die Stiftung genannt wird
1. Dafsari et al, Mov Disord 2017, Quality of life outcome after subthalamic stimulation in Parkinson’s disease depends on age 8.324 10.1002/mds.27222

2.Dafsari et al, Neuromodulation 2018, Subthalamic Stimulation Improves Quality of Life of Patients Aged 61 Years or Older With Short Duration of Parkinson’s Disease 2.614 10.1111/ner.12740

3. Dafsari et al, Brain Stimul 2018, Short-term quality of life after subthalamic stimulation depends on non-motor symptoms in Parkinson’s disease 6.919 10.1016/j.brs.2018.02.015

4. Dafsari et al, Brain Stimul 2018, Non-motor outcomes of subthalamic stimulation in Parkinson’s disease depend on location of active contacts 6.919 10.1016/j.brs.2018.03.009

5. Dafsari et al, Mov Disord 2018, Nonmotor symptoms evolution during 24 months of bilateral subthalamic stimulation in Parkinson’s disease 8.324 10.1002/mds.27283

6. Dafsari et al, Eur J Neurol 2019, Beneficial effects of bilateral subthalamic stimulation on alexithymia in Parkinson’s disease 4.516 10.1111/ENE.13773

7. Dafsari et al, Mov Disord 2019, EuroInf 2: subthalamic stimulation, apomorphine and levodopa infusion in Parkinson’s disease 8.679 10.1002/mds.27626

8. Petry-Schmelzer et al, Brain 2019, Non-motor outcomes depend on location of neurostimulation in Parkinson’s disease 11.814 10.1093/brain/awz285.

9. Jost et al, J Neurol Neurosurg Psychiatry 2020 , A prospective, controlled study of non-motor effects of subthalamic stimulation in Parkinson’s disease: results at the 36-month follow-up 8.236 10.1136/jnnp-2019-322614

10. Dafsari et al, Brain Stimul 2020, Beneficial nonmotor effects of subthalamic and pallidal neurostimulation in Parkinson’s disease 6.565 10.1016/j.brs.2020.09.019

11. Jost et al, J Parkinson Dis 2020, Subthalamic Stimulation Improves Quality of Sleep in Parkinson Disease: A 36-Month Controlled Study 5.178 10.3233/JPD-202278
Barbe et al, Neurology 2018, DBS of the PSA and the VIM in essential tremor – a randomized, double-blind, crossover trial. 7.609 10.1212/WNL.0000000000005956

12. Schuepbach et al, Neurology 2019, Quality of life predicts outcome of deep brain stimulation in Parkinson disease with early motor complications 8.770 10.1212/WNL.0000000000007037

13. Steffen JK et al, Neuromodulation 2020, Bipolar Directional Deep Brain Stimulation in Essential and Parkinsonian Tremor 4.029 10.1111/ner.13109
Dembek TA et al, Neuroimage: Clin 2020 , PSA and VIM DBS efficiency in essential tremor depends on distance to the dentatorubrothalamic tract 4.350 10.1016/j.nicl.2020.102235

Kurzes Statement zur Besonderheit des Thiemann-Fellowships und warum ich es anderen empfehlen würde
Das Thiemann-Fellowship ist ein Katalysator in der Deutschen Parkinson-Forschungslandschaft. Begabte, junge Neurowissenschaftler mit innovativen und überzeugenden Projekten werden in den Thiemann Fellowships gefördert, damit sie neue Methoden erlernen und sich voll und ganz dem eigenen Forschungsprojekt widmen können.

 

Thiemann Fellowship 2015

Portrait von Dr. med. Andreas Horn

Dr. med. Andreas Horn

Kontakt Heimatinstitut
AG Netzwerkstimulation
Sektion Bewegungsstörungen und Neuromodulation
Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
D-10117 Berlin

Wo wurde die Thiemann-Fellowship durchgeführt?
Department of Neurology
Beth Israel Deaconess Medical Center
Harvard Medical School
Boston

Kurze Beschreibung des wissenschaftlichen Forschungsprojektes und ggf. dessen Erkenntnisse
Konnektombasierte Tiefe Hirnstimulation bei Morbus Parkinson:
Seit 2012 wurde an der Charité ein spezielles Verfahren entwickelt, welches dazu dient, chirurgisch implantierte Elektroden (“tiefe Hirnstimulation”) auf Basis von postoperativer Bildgebung – beispielsweise bei Parkinsonpatienten – präzise zu Lokalisieren. Das Verfahren wurde in eine öffentlich zugängliche Software implementiert (www.lead-dbs.org) und wird bereits weltweit in Forschungszentren genutzt. Im Rahmen des von der Thiemann Stiftung umgesetzten Projekts konnte diese Software nun durch ein Forschungsprojekt in Kooperation mit der Harvard Medical School deutlich erweitert werden. Namentlich wurde eine Verbindung zur Konnektomforschung etabliert, welche genutzt wurde, um das Verbindungsprofil von effektiven Elektroden darzustellen und zu analysieren. So konnte in einer 2017 publizierten Forschungsarbeit ein optimales Elektroden-Verbindungs-Profil etabliert werden und dafür genutzt werden, das klinische Outcome einer großen Kohorte THS-Patienten rein auf Basis von Computermodellen vorherzusagen.

Welche Bedeutung hat die Thiemann-Fellowship für meinen persönlichen Werdegang?
Für die persönliche Laufbahn des Antragsstellers und die Weiterentwicklung der Software Lead-DBS war die Finanzierung durch die Thiemann-Stiftung extrem hilfreich und wir möchten Sie sehr ermutigen, derartige Fördermöglichkeiten nach Möglichkeit weiter zu betreiben.

Aufstellung aller Publikationen, in denen die Stiftung genannt wird

1. Horn A, Reich M, Vorwerk J, Li N, Fang Q, Schmitz-Hübsch T, Nickl R, Schneider G-H, Kupsch A, Volkmann V, Kühn AA, Fox M (2017). Connectivity predicts deep brain stimulation outcome in Parkinson’s disease. Annals of Neurology. (IF: 10.0)

2. Ewert S, Plettig P, Chakravarty MM, Kühn AA, Horn A (2017). Toward defining deep brain stimulation targets in MNI space: A subcortical atlas based on multimodal MRI, histology and structural connectivity. NeuroImage. (IF: 6.1)

3. Horn A, Neumann W-J, Degen K, Schneider G-H, & Kühn AA (2017). Toward an electrophysiological “sweet spot” for deep brain stimulation in the subthalamic nucleus. Human Brain Mapping. (IF: 6.0)

4. Horn A, Kühn AA, Merkl A, Shih L, Alterman R, Fox M (2017) Probabilistic conversion of neurosurgical DBS electrode coordinates into MNI space. NeuroImage. (IF: 6.1)

5. van Wijk BCM, Pogosyan A, Hariz MI, Akram H, Foltynie T, Limousin P, Horn A, Ewert S, Brown P, Litvak V (2017). Localization of beta and high-frequency oscillations within the subthalamic nucleus region. NeuroImage. Clinical, 16, 175–183. (IF: 4.4)

6. Accolla EA*, Horn A*, Herrojo-Ruiz M, Neumann W-J, Kühn AA (2017). Reply: Temporo-spatial distribution of subthalamic oscillatory activity. Brain (*: equal contribution; IF:
10.1)

7. Horn A, Neumann W-J, Kühn AA (2016) Blick in die Forschung: Individualisierte Parkinson-Therapie mit tiefer Hirnstimulation. Deutsches Ärzteblatt (IF: 3.7)

8. Horn A, Kipp L, Meola A, Kühn AA, Leithner C (2016) Stroke mimicking thalamotomy – cessation of tremor following ventrolateral thalamic ischemia. Neurology (IF: 8.3)

Kurzes Statement zur Besonderheit des Thiemann-Fellowships und warum ich es anderen empfehlen würde
Das Thiemann Fellowship hat mir mit einer großzügigen Monatlichen Förderung in der Ausübung der wissenschaftlichen Tätigkeit viele Freiheiten gegeben, erstmals eine eigenständige Arbeit durchzuführen. Mit dem Thiemann Fellowship ins Ausland zu gehen um den methodischen und konzeptuellen Horizont zu erweitern kann ich nur wärmstens empfehlen!